Aktuelles

Ein Plädoyer für Menschenwürde, Hoffnung und Geist in Corona-Zeiten

 

Dr. med. Christian Büttner

 Eine Reise zu den Quellen der Gesundheit

 - Gesundheit und Krankheit neu verstehen

 INDIVIDUO by Nova MD, 180 Seiten
überarbeitete, erweiterte Neuauflage

Hardcover: ISBN 978-3-969-66907-5      19,99€
Paperback:
ISBN 978-3-969-66906-8,    14,99€
eBook:
ISBN  978-3-985-94478-1                  4,99€

 

  Der Arzt Christian Büttner lädt ein zu einer besonderen Reise, zu einer Reise zu den Quellen der Gesundheit, deren Ziel nicht weniger ist als ein völlig neues Gesundheits- und Krankheitsverständnis.

Wenn wir uns daran erinnern, dass wir nicht nur einen physischen Körper haben, sondern Geist sind, können wir inmitten stürmischer Zeiten einen wichtigen Anker in uns selbst finden.

Christian Büttner entwickelt in seinem Buch andere und überraschende Perspektiven auf die derzeitige Corona-Krise, davon ausgehend dass Krisen und Krankheiten immer auch Chancen für Veränderung und Wachstum sind und dass Gesundheit mehr ist als physisches Überleben.

 Wagen Sie es - kommen Sie an Bord - entdecken Sie Gesundheit neu!

 

Dr. med. Christian Büttner begleitet seit vier Jahrzehnten Menschen durch Krankheiten und Krisen. Er arbeitete über 20 Jahre in kassenärztlicher Praxis in Kassel, baute danach eine onkologische Praxisklinik mit auf und ist jetzt Chefarzt einer Rehaklinik in Süddeutschland. Seit 30 Jahren beschäftigt er sich mit dem Herz-Denken.

Mehr unter: www.quellen-der-gesundheit.de

 

Seminar zum Buch: Sie können ein Seminar mit dem Autor und mir buchen, in dem Sie die Quellen Ihrer Gesundheit erleben. Mehr unter: Auszeiten

 

Vortrag am 19. Juni 2021 - 16.30 Uhr

Festival der Philosophie 2021: Weisheit und Wissenschaft
26.05.-02.07.21 - Hannover

Wuji und Taiji

Kampfkunst als Übungsweg zur Weisheit

Gyde Callesen

Interaktiver Vortrag zum Mitdenken und Mitmachen

19. Juni, 16.30 Uhr

 

"Taiji  wird geboren aus dem Wuji. Es ist die Mutter von Yin und Yang.

In Bewegung trennen sie sich, in Ruhe vereinen sie sich.

Es gibt kein Zuviel und kein Zuwenig. Dem Gebogenen nachgeben, dem Geraden folgen."
(Wang Tsung-Yüeh)

 

Traditionelle, asiatische Kampfkunst ist eine Möglichkeit, eine Brücke zwischen Körper und Geist zu schlagen.
In der Ausübung des Taijiquan als weicher, innerer Kampfkunst können wir leibhaftig erfahren, was voll und leer bedeutet, was die Mitte zwischen hart und schlaff ist, was es heißt, dass die Energie der Aufmerksamkeit folgt ('Chi follows Shen.')
Wir lernen die 'drei Schätze' (San Bao) kennen: Jing (Essenz/Körper), Chi (Lebenskraft) und Shen (Geist) und
erleben, wie unser Körper über das Chi/den Atem mit unserem Geist verbunden ist und
Regelmäßige Übung einer Kampfkunst wie Taijiquan lässt Tugenden wie Geduld und Ausdauer wachsen, die wir für unsere Selbst-Entwicklung brauchen. Wir lernen wirklich bei dem Schritt zu sein, den wir gerade tun, das heißt gegenwärtig zu sein und Körper, Seele und Geist in diesem Moment zu vereinen.

 

gefördert durch die Region Hannover,  Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Projekt Gelebte Weisheit

Ort: Vortragsraum am Kröpcke Hannover - 19. Juni 2021 - 16.30 Uhr

Anmeldung bitte unter: studio.artistico@htp-tel.de
Mehr unter:https://www.philosophiefestival.com/

 

Die Stimmen der Maskenlosen -  Gesicht zeigen in Corona-Zeiten
Medizinische Gründe für eine Maskenbefreiung

 

Nicht jeder Mensch, der derzeit keine Maske trägt, ist rücksichtslos oder unsolidarisch. Es gibt viele Gründe keine Maske zu tragen.

Menschen mit Angst- und Panikstörungen erleiden durch das Tragen von Masken akute Panikattacken, die gekennzeichnet sind von akuter Todesangst, Luftnot, Schwindel, Herzrasen, Schweißausbrüchen bis zum Kreislaufzusammenbruch. Verschärft werden kann dieser Zustand durch warme bis heiße Außentemperaturen, durch äußere beengte Räumlichkeiten (U-Bahnfahren, Zugfahren, Fliegen u.a.).

Menschen, die niemals solch starke Angst hatten, können dies vermutlich nicht nachvollziehen. Jeder Mensch, der bereits einmal eine Panikattacke hatte, weiß, dass dies unerträglich ist. Angst- und Panikstörungen sind manifeste psychische Erkrankungen, die in Deutschland jeden Fünften/ jede Fünfte betreffen.

Menschen mit Traumafolgestörungen (PTBS) leiden oft zugleich an Angst- und Panikstörungen und haben daher dieselben Probleme. 12% der Frauen und 6% der Männer erleiden im Laufe ihres Lebens eine posttraumatische Belastungsstörung. Ein Trauma ist ein Erlebnis oder ein Ereignis, das mit vollkommener Ohnmacht und Hilflosigkeit einhergeht und bei dem das physische und psychische Überleben existentiell gefährdet wird. Traumata sind beispielsweise Gewalterfahrungen, Missbrauchserfahrungen, Unfälle, Naturkatastrophen, der plötzliche Tod eines nahestehenden Menschen, lebensbedrohliche Erkrankungen, Foltererfahrungen u.a. – sowohl das Erlebens eines solchen Ereignisses als auch das Zeuge-Werden davon können Traumafolgestörungen auslösen.

Traumafolgestörungen zeigen sich durch flashbacks (wiederholtes Wiedererleben des Traumas, als finde es jetzt statt), Vermeiden von allem, was mit dem Trauma in Zusammenhang steht, dauernde Übererregung oder aber völliges Taubsein, Triggerbarkeit (Auslösen von Traumaerinnerungen durch alles, was mit dem Trauma assoziiert ist (Gerüche, Geräusche, visuelle Wahrnehmungen, bestimmte Gefühle etc..).

Es gibt Menschen, die von maskierten Menschen überfallen wurden, von maskierten Menschen Gewalt in jeglicher Form erfahren haben. Bei diesen Menschen löst allein das Sehen einer Maske im Gesicht eines Gegenüber die Todesangst des Traumas aus.

Es gibt Menschen, deren traumatische Erlebnisse verbunden sind mit der Erfahrung, keine Luft mehr zu bekommen. Das Tragen einer Maske mit der damit verbundenen erschwerten Atmung triggert diese Erlebnisse und führt entsprechend zu Panikattacken, zu flashbacks bis zur Ohnmacht und Dissoziation.

Menschen, die eine lebensbedrohliche Erkrankung erlitten haben, die mit dem Gefühl einherging zu ersticken (Lungenembolie, Herzinfarkt z.B.), können ebenfalls Masken nicht tragen, weil das erschwerte Atmen sehr schnell Erinnerungen an Todesnähe und Todesangst auslöst, abgesehen davon, dass diese Menschen oft auch langfristig Atemprobleme haben.

Dies sind nur einige Möglichkeiten, warum Menschen keine Masken tragen können.

Oftmals besteht die Idee, dass man einem Menschen ansehen müsste, dass er unfähig sei eine Maske zu tragen. Das ist vollkommener Unsinn.

Niemand kann einem anderen Menschen ansehen, ob er oder sie ein Trauma erlitten, eine Panikerkrankung hat oder eine Lungenembolie überlebt hat.

Leider wird überhaupt nicht kommuniziert, dass es schwere psychische Erkrankungen gibt, die das Tragen einer Maske unmöglich machen. Gerade für Menschen mit Angsterkrankungen und Traumafolgestörungen, die meist ohnehin mit ihrer Erkrankung schon viel zu oft stigmatisiert und nicht ernstgenommen wurden, ist die derzeitige Situation ein Spießrutenlauf. Selbst wenn sie ein Attest haben und sich trauen, ohne Maske einkaufen zu gehen oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, ist es für diese Menschen besonders schwierig, permanent beäugt oder angesprochen zu werden. Sie kennen das Anderssein. Sie leben in einer Gesellschaft, die sich sehr schwer damit tut, psychische Erkrankungen als genauso schwerwiegend anzuerkennen wie körperliche Erkrankungen. Sie kennen das Gefühl, etwas verbergen zu müssen, um nicht aufzufallen, um nicht als ‚verrückt’ zu gelten.

Wenn sie nun ohne Maske einkaufen gehen, fallen sie auf. Und sie müssen sich im Zweifel rechtfertigen, täglich. Man kann sich vorstellen, dass Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen nicht das beste Selbstwertgefühl haben. Daher gehen manche nun nicht mehr in die Öffentlichkeit, weil sie weder das Maskentragen aushalten noch die Situation des Auffallens stehen können. Der Rückzug führt in den meisten Fällen zu depressiven Schüben und einer Verschlimmerung der Krankheit. Andere zwingen sich eine Maske auf, um nicht aufzufallen und erleiden immer wieder Panikattacken und extreme Angstzustände beim Einkaufen und Busfahren und zahlen somit einen hohen Preis.

Es wäre so unglaublich schön, wenn es in der Gesellschaft mehr Wachheit für diese Menschen gebe, bei denen es sich nicht um eine zu vernachlässigende Minderheit handelt.

Wenn niemand, der keine Maske trägt, sich dauernd rechtfertigen müsste. Wenn jeder, der keine Maske trägt, auf Verständnis stoßen würde. Und wenn die Schilder in den Läden und Einrichtungen anders formuliert wären. ‚Kein Zutritt ohne Maske’ – die gängigste Formulierung diskriminiert all jene, die keine Maske tragen können und dürfen. Es wäre so einfach, dahinter zu schreiben: Ausnahme bei ärztlichem Attest.

Genauso wie es einfach wäre zu fragen: Haben Sie ein ärztliches Attest? Statt zu sagen: Bitte denken Sie nächstes Mal an Ihre Maske – oder noch schlimmer: Ziehen Sie sofort Ihre Maske an.
Freundlichkeit gegenüber Menschen, die keine Masken tragen können und dürfen, kann ein Akt von Solidarität sein, die ja gerade so groß geschrieben wird.